Sport Center GmbH. Ernennung der Vertreter für den Verwaltungsrat für die Dreijahresperiode 2026 – 2029
Herr Reinhard Johannes Innerhofer hat sein Amt als einzigen Verwalter der Sport Center GmbH mit sofortiger Wirkung zur Verfügung gestellt. Aus diesem Grund hat der Gemeindeausschusses eine Arbeitsgruppe für die Cascade ernannt, die unter anderem die Aufgabe hatte, Vorschläge für die Ernennung eines einzigen Verwalters bzw. Vorschläge für die Ernennung von drei Mitgliedern eines Verwaltungsrates zu unterbreiten.
Die Arbeitsgruppe hat Siegfried Stocker, Arnold Thum und Marianna Pörnbacher als Mitglieder des Verwaltungsrates vorgeschlagen. Die genannten Personen haben sich bereit erklärt, die Funktion als Mitglied des Verwaltungsrates der Sport Center GmbH zu übernehmen.
Der Gemeinderat hat diesem Vorschlag einstimmig zugestimmt.
Herrn Reinhard Johannes Innerhofer wurde für die Tätigkeit ein öffentlicher Dank ausgesprochen.
Grundsatzbeschluss betreffend die Vergabe der Wasserkonzession St. Moritzen. Aufforderung an die Südtiroler Landesregierung um Aussetzung des laufenden Verfahrens
Mit dem Auslaufen der Wasserkonzession für die Erzeugung von elektrischer Energie des Kraftwerks St. Moritzen im Jahr 2028, steht die Entscheidung über die zukünftige Nutzung des Wasserkraftpotenzials in der Gemeinde Sand in Taufers an. Die Neuvergabe der Konzession durch das zuständige Landesamt für Gewässerschutz hat unmittelbare und langfristige Auswirkungen auf die Entwicklung der Gemeinde Sand in Taufers.
Am 20.08.2026 wurden die fünf Projektvorschläge für die Neuvergabe der Wasserkonzession zur Erzeugung elektrischer Energie vorgestellt. Keines dieser Projekte sieht Maßnahmen zur Verringerung bzw. Beseitigung der bestehenden Hochwassergefährdung des Siedlungsgebietes von Sand in Taufers vor, die sich bei der Ausarbeitung des Gefahrenzonenplanes gezeigt hat.
Der Gemeinderat bekennt sich grundsätzlich zur weiteren Nutzung der Wasserkraft als erneuerbare Energiequelle. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass zukünftige Entscheidungen nicht ausschließlich nach dem möglichen Energieertrag getroffen werden, sondern auch die Auswirkungen auf Bevölkerung, Siedlungsentwicklung, Umwelt, Verkehr, Ortsbild und Lebensqualität angemessen berücksichtigen.
Besondere Bedeutung kommt dabei der Standortfrage zu. Kraftwerksanlagen innerhalb des gewachsenen Siedlungsgebietes werden aufgrund ihrer langfristigen Auswirkungen auf das Dorf kategorisch abgelehnt. Vielmehr soll geprüft werden, ob eine Kraftwerkslösung außerhalb des bestehenden Siedlungsgebietes technisch, rechtlich, ökologisch und wirtschaftlich realisierbar ist. Dabei sollten in erster Linie Maßnahmen zur Entschärfung der bestehenden Hochwassergefahr im Hauptort berücksichtigt werden, da sie ein übergeordnetes öffentliches Interesse darstellen.
Die Gemeinde erachtet jene Lösungsansätze als besonders zielführend, welche mehrere bestehende Herausforderungen gleichzeitig bewältigen können, insbesondere die Verringerung bzw. Beseitigung der Hochwassergefahr mit Aufhebung der roten Gefahrenzone in Wohngebieten des Hauptortes Sand in Taufers, die Verlegung von Wasserfassung, Wasserableitung und Kraftwerkszentrale außerhalb des Siedlungsgebietes, die Minimierung von Hangrutschungsrisiken im Zusammenhang mit eventuellen Stollenbauten sowie die Berücksichtigung der Umfahrung von Sand in Taufers.
Die zukünftige Nutzung der Wasserkraft im Einzugsgebiet der Ahr darf nicht ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der Energieerzeugung betrachtet werden, sondern muss primär einen konkreten Beitrag zur Beseitigung der Hochwassergefahr der betroffenen Bevölkerung leisten. Die öffentliche Sicherheit und der Schutz von Menschenleben müssen gegenüber anderen Interessen Vorrang haben.
Der Gemeinderat beschließt einstimmig die Südtiroler Landesregierung aufzufordern, das laufende Verfahren zur Neuvergaben der Wasserkonzession für die Erzeugung von elektrischer Energie in St. Moritzen aufgrund der angeführten Überlegungen vorübergehend auszusetzen.